Diskussionsgruppe „Theorie-Empirie-Verhältnisse in der Arbeitsforschung der EKW“

Im Sommersemester 2026 formiert sich eine digitale Diskussionsgruppe, die sich über Theorie-Empirie-Verhältnisse in der Arbeitsforschung der EKW austauschen möchte. Die Termine finden online via Zoom statt, Information und Anmeldung hier.

Aus dem auf den Kommissionstreffen formulierten Bedarf, eine Diskussionsgruppe zu bilden, die gegenwärtige theoretische Konzepte zur Arbeitskulturenforschung diskutiert, hat sich nun ein konkretes Angebot formiert.

Zunächst werden an drei Terminen Texte diskutiert und in einer vierten Sitzung über die mögliche Weiterführung einer solchen Gruppe gesprochen. Wir wollen also diese drei ersten Termine nutzen um ins Gespräch zu kommen. Danach ist alles „offen für alle“.

Theorie-Empirie-Verhältnisse in der Arbeitsforschung der EKW

Freitag, 29.05.2026, 14–16 Uhr 

Wir lesen ein unveröffentlichtes Diskussionspapier zu Theorie-Empirie-Verhältnissen von Dennis Eckhardt: Wo steht die arbeitsanthropologische Forschung? Untersucht sie ‚alle‘ Felder des Arbeitens, oder was ‚übersieht‘ sie? Wie sieht es zum Stand eigener theoretischer Entwicklungen aus, und wo und wie müsste oder könnte die Arbeitsanthropologie ihre Fühler ausstrecken? In dieser ersten Sitzung sprechen wir über allgemeine Diagnosen, Zeitgeister, und disziplinäre Konstellationen. (Moderation der Sitzung: Dennis Eckhardt)

Montag, 20.07.2026, 10–12 Uhr 

Vor dem Hintergrund, was Bernd Jürgen Warneken die „Motivationskrise der ethnographischen Arbeiterforschung“ nannte, entstand im Umfeld der Arbeitsforschung innerhalb der EKW der bis heute einflussreiche, aber als Konzept auch wenig rezipierte „Belegschaftskultur-Ansatz“. Der Text „Der Belegschaftskultur-Ansatz und die Links-Volkskunde“ von Götz Bachmann (2000) rekapituliert den Ausgangspunkt dieser Richtung, die Aushandlungen rund um theoretische Prämissen vor dem Hintergrund der sich veränderten Arbeitswelten und die verschiedenen ethnografischen Forschungen, die in diesem Zusammenhang entstanden. Die Überlegungen aus dieser Zeit (ab den späten 1980ern) könnten potenziell spannend für die gegenwärtige Arbeitsforschung innerhalb der EKW sein. Der Text soll dementsprechend als Diskussionsgrundlage fungieren, um über Herausforderungen und Möglichkeiten hinsichtlich der Herausbildung von neuen Paradigmen und Widersprüche bestehender Paradigmen  in der gegenwärtigen Arbeitsforschung innerhalb der EKW zu diskutieren.(Moderation der Sitzung: Laura Bäumel)

Montag, 26.10.2026, 14–16 Uhr 

Theoretisierungen der Arbeitswelt produzieren häufig Kollektivsubjekte wie die „Industriearbeiter“, „immaterielle Arbeiterinnen“ oder den „Arbeitskraftunternehmer“. Solche Denkbewegungen zielen auf Gemeinsamkeiten, die viele (oder gar alle) Arbeiter*innen teilen und versuchen diese gegenwartsanalytisch fruchtbar zu machen. Was aber wenn die größte Gemeinsamkeit der Arbeitenden heute (mehr denn je) ihre Differenz und Fragmentierung ist? Wir lesen einen Text von Sandro Mezzadra und Brett Neilson zur „Vervielfältigung der Arbeit“ und diskutieren die theoretischen Implikationen dieser Vervielfältigung. (Moderation der Sitzung: Moritz Altenried)

Viertes Treffen – Termin noch offen

Anmeldung

Wir bitten um Anmeldung bei Laura Bäumel via Mail (laura.baeumel[at]uzh.ch) mit dem Betreff „Arbeitsforschung“. Den Einwahllink zu den Zoom-Sitzungen und die Texte, welche für den jeweiligen Termin zu lesen sind, erhalten Sie vorab zugesandt. 

Wir freuen uns über interessante Diskussionen!

Die Organisatior:innen Laura Bäumel, Moritz Altenried, Dennis Eckhardt